MÜHLEN

Der Antrieb

Die folgende Grafik zeigt das Innenleben der Britzer Mühle und stammt von Wikipedia.


britzermuehle.jpg

Innenansicht Britzer Windmühle
Quelle: Wikipedia
Bild: Malyszkz
Lizenz: CC BY-SA 3.0


01 Steinerner Unterbau 02 Galerie 03 Mehlrohr 04 Mahlgang
05 Stirnrad 06 Stockrad 07 Königswelle 08 Sackaufzug
09 Hebetisch 10 Obenbunkler 11 Drehkranz 12 Spinne zur Jalousiesteuerung
13 Ruten mit Jalousien 14 Flügelwelle 15 Obenkammrad 16 Windrose

Im Innern der Mühle sitzt auf der horizontalen Flügelwelle (14) das Obenkammrad (15). Von diesem wird die Bewegungsenergie über den Obenbunkler (10) auf eine vertikal stehende Welle, die sogenannte Königswelle (07) übertragen. Im unteren Teil der Königswelle sitzt das Stirn- oder Königsrad (05), welches die Bewegung auf ein Korb- oder Stockrad einer zweiten vertikale stehenden Welle überträgt. Am unteren Ende dieser zweiten Welle befindet sich der Mahlstein (04). Oft sind weitere Einrichtungen vorhanden, die mit der Energie der Flügelwelle angetrieben werden, z. B. der Sackaufzug (08).

Die einzelnen Geschosse einer Mühle haben bestimmte Namen. Der Absackboden ist das Stockwerk, wo sich die Mehlpfeifen befinden und das Mehl in die Säcke transportiert wird. Meist ist es das Erdgeschoss der Mühle. Auf dem Steinboden befinden sich die Mahlsteine und der Mahlgang. Darüber kommt der Stirnradboden, wo sich das große Stirnrad befindet. Schließlich folgt der Kappboden, also die Kappe.



Das Kammrad oder Achsrad

Das Kammrad, auch als Obenkammrad, Achsrad oder Bremsrad bezeichnet, sitzt verkeilt auf der Flügelwelle. Vier schwere Kreuzarme bilden die Basis. In der Vierkantöffnung in der Mitte wird die Flügelwelle befestigt.


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Das Kammrad
(Windmühle Krokau)


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Das Kammrad (rechts) sitzt verkeit auf der Flügelwelle (links)
(Windmühle Krokau)



Der Obenbunkler oder Bunkel

Der Obenbunkler oder Bunkel sitzt mit Keilen gesichert am oberen Ende der senkrechten Königswelle. Mit ihm wird die horizontale Drehbewegung der Flügelachse in eine vertikale Drehbewegung umgewandelt.


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Das Kammrad, der Obenbunkler (rechts unten)
und die Flügelwelle (rechts oben)

(Windmühle Schwensby)


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Der Obenbunkler (links) und das Kammrad (rechts)
(Windmühle Krokau)


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Der Obenbunkler am oberen Ende der Königswelle
(Windmühle Schwensby)



Das Stirnrad

Das Stirnrad ist das große Rad auf der Königswelle. Es bildet das Antriebszentrum und treibt verschiedene Mahlgänge und andere Werkzeuge an. Vier jeweils zweigeteilte Kreuzbalken bilden die Basis. Die Kämme sitzen an der Außenseite des Rades.


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Das Stirnrad
(Windmühle Krokau)


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Das Stirnrad
Im Hintergrund etwas links das Korbrad für den Antrieb des Mahlgangs

(Windmühle Schwensby)


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Die Kämme sitzen beim Stirnrad außen
(Windmühle Krokau)



Das Korbrad oder Stockrad

Korbräder werden an verschiedenen Stellen in der Mühle eingesetzt. Das Korbrad besteht aus zwei Ulmenholzscheiben mit dazwischen gesteckten Stöcken (daher Stockrad). Oft wird ein Korbrad zum Antrieb des Mahlganges benutzt. Wenn die Stöcke verschleißen, können sie eine viertel Umdrehung gedreht werden, so dass sich wieder eine neue Lauffläche ergiebt. Wenn allerdings ein Stock reißt oder bricht, muß das Rad zur Reparatur komplett ausgebaut werden.


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Das Stirnrad (links) mit ausgerückten Korbrad (rechts) für den Mahlgang
(Windmühle Krokau)


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